Aktionsplan „Ungehindert. de Janeiro.“

1. Hintergrund und Zielsetzung

In Rio de Janeiro findet 2016 mit den Paralympischen Spielen das weltgrößte Sportereignis für Menschen mit Behinderung statt. Mindestens 20 Berliner Athletinnen und Athleten aus zehn Sportarten sollen daran teilnehmen, und im internationalen Wettstreit möglichst viel Edelmetall gewinnen. Mit dem „Team Berlin 2016“ will der Behinderten-Sportverband Berlin e. V. bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro an die Erfolge vergangener Paralympics anknüpfen.

Um die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, ruft der Verband gemeinsam mit dem Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. die Kampagne „Ungehindert. de Janeiro.“ ins Leben, einer Abwandlung des Claims „Ungehindert. Sportlich.“ Für die optimale Vorbereitung benötigen die Sportlerinnen und Sportler mit Handicap eine Menge Geld für Trainingslager, Wettkampfreisen, Verpflegung und Equipment.

Dazu hat der Behinderten-Sportverband Berlin e.V. aus eigenen Rücklagen die Basis für einen Unterstützer-Fond gelegt. Ziel ist es, mit Unterstützung des Berliner Wirtschaftsgespräche e. V., dem 200 Unternehmen und weitere 200 Mitglieder aus Wirtschaft, Forschung, Kultur, Verwaltung und Politik angehören, die Wettbewerbsfähigkeit Berliner Sportlerinnen und Sportler zu steigern.

Betriebe, aber auch Privatpersonen, können ab sofort und bis Ende 2016 offizieller Partner der Kampagne „Ungehindert. de Janeiro.“ werden, oder einzelne Sportlerinnen und Sportler in Form einer Patenschaft fördern. Die zehn Sportarten, in denen sich die Berlinerinnen und Berliner etwas ausrechnen sind Leichtathletik, Schwimmen, Radsport, Kanu, Segeln, Tennis, Sitzvolleyball, Rugby, Rollstuhlbasketball und Tischtennis.

2. Projekte des Aktionsplans

  1. Sponsorendinner
    Das erste von drei Sponsorendinnern findet am 25. November 2015 um 19 Uhr im Berliner Capital Club statt. Schirmherr dieser ersten Veranstaltung wird BSB Präsident Dr. Ehrhart Körting sein.
  2. Konferenz
    Im November 2015 findet eine Konferenz mit Sportlerinnen und Sportlern, Trainerinnen und Trainern, sowie weiteren Förderern und Partnern statt.
  3. Benefizkonzert
    Im Mai 2016 beabsichtigen wir ein Benefizkonzert. Der Erlös des Konzerts wird dem gegründeten Fonds zur Verfügung gestellt.
  4. Pressekonferenz
    Nominierungs-Pressekonferenz im Roten Rathaus im August 2016.
  5. Verabschiedung der Berliner Delegation nach Rio de Janeiro im August 2016.
  6. Empfang der Sportlerinnen und Sportler im September 2016.

3. Förderkreis

Förderbedarf in verschiedenen Sportarten

Derzeit befinden sich 32 Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung im Perspektivkader für die Paralympics in Rio. Nicht alle davon werden die Qualifikation schaffen, aber alles dafür tun. Bestimmte Maßnahmen werden durch die Dachverbände wie LSB Berlin und Deutscher Behindertensportverband gefördert, aber längst nicht alle erforderlichen Maßnahmen und Vorhaben.

Sportart Schwimmen

Benötigt werden die Übernahme von Kinderbetreuungskosten und Taxifahrten bzw. Fahrdienst zum Training. Die Sportlerinnen und Sportler sind blind oder auf den Rollstuhl angewiesen, die hohe tägliche Trainings­intensität generiert in der Vorbereitungsphase einen erheblichen Fehlbetrag.

Kosten: ca. 500 Euro im Monat

 

Sportart Radsport

Im Herbst und Winter muss die Vorbereitung in wärmere Gebiete, wie z. B. Mallorca, verlegt werden. Auch wenn der Arbeitgeber vielleicht einen Sonderurlaub gibt, die Kosten für die Flüge und Unterkünfte bleiben offen.

Kosten: ca. 1.000 bis 1.500 Euro pro Maßnahme

Sportart Rollstuhltennis

Entscheidend für die Qualifikation ist der Platz in der Weltrangliste. Die Punkte dafür müssen bei Turnieren auf allen Kontinenten erspielt werden. Auch wenn ein Anteil durch private Förderer und weitere Partner finanziert wird, können längst nicht alle Turniere auf dem Weg zu den Paralympics gespielt werden.

Kosten: ca. 20.000 Euro pro Jahr

hintere Reihe v.l. Dr. Ehrhart Körting (BSB), Pierre Senska (Radsport), Klaas Brose (BSB), Frank Becker (bwg) vordere Reihe v.l. Katharina Krüger (Rollstuhl-Tennis), Marianne Buggenhagen (Leichtathletik)

hintere Reihe v.l. Dr. Ehrhart Körting (BSB), Pierre Senska (Radsport), Klaas Brose (BSB), Frank Becker (bwg)
vordere Reihe v.l. Katharina Krüger (Rollstuhl-Tennis), Marianne Buggenhagen (Leichtathletik)


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